Artikel-Informationen
erstellt am:
06.02.2026
Ansprechpartner/in:
Pressesprecher RiAG Laurin Osterwold
Im Februar finden u.a. folgende Hauptverhandlungstermine statt:
Häusliche Gewalt I (09.02.2026)
Billigung einer Tötungshandlung des Oberbürgermeisters (11.02.2026)
„Deutscher Gruß“ in der JVA (12.02.2026)
Wurf mit einem Bierkrug (12.02.2026)
Essen mit Betäubungsmitteln (17.02.2026)
Gefälschte Abnehm-Rezepte (19.02.2026)
Falschaussage im Prozess gegen den vor dem Landgericht angeklagten Staatsanwalt (20.02.2026)
Zoff auf dem Schnellweg (23.02.2026)
Transfer eines Crypto-Wallets (25.02.2026)
Gefährliche Polizeikontrolle (25.02.2026)
Häusliche Gewalt II (26.02.2026)
Unfall durch E-Bike-Lieferfahrer (27.02.2026)
Zuwiderhandlung gegen Verbote nach dem Vereinsgesetz (27.02.2026)
Hinweise:
Die Hauptverhandlungen dienen der Klärung, ob die mit der jeweiligen Anklageschrift bzw. dem jeweiligen Strafbefehl erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht.
Für die angeklagten Personen gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Die Hauptverhandlungstermine wurden teilweise anberaumt, weil gegen die Strafbefehle Einspruch eingelegt wurde.
Die Pressestelle weist darauf hin, dass sofern die Einsprüche zurückgenommen oder beschränkt werden, ggf. eine kurzfristige Terminsaufhebung erfolgen kann.
Auch kann es ggf. aus anderen Gründen zu einer Terminsaufhebung/-verschiebung kommen.
Das angegebene Alter der Angeklagten entspricht dem Stand des heutigen Tages.
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Häusliche Gewalt I
In fünf Anklagepunkten wird dem 33-Jährigem u.a. Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung zulasten seiner damaligen Ehefrau und seines Sohnes vorgeworfen.
So soll er u.a. nachdem seine Ehefrau aus seiner Sicht unfähig sei, zu Hause für Ordnung zu sorgen, sie mit dem Handrücken und der Faust in das Gesicht und sodann an den Kopf vor den Augen seiner drei Kinder geschlagen haben. An einem weiteren Tag soll er seinen damals 11 Jahre alten Sohn mit der flachen Hand auf die rechte Gesichtshälfte geschlagen haben und anschließend mit einer Wolldecke zugedeckt haben, wobei er zu ihm gesagt haben soll “Schlaf jetzt endlich“.
09.02.2026 – 09:00 Uhr
Fortsetzung: 16.02.2026 – 09:00 Uhr
Saal 2288
Aktenzeichen: 228 Ls 442/25
Billigung einer Tötungshandlung des Oberbürgermeisters
Der 56-Jährige soll im Januar 2015 in einer öffentlichen Facebook-Gruppe geschrieben haben, dass sich die überwiegende Mehrheit der Gruppe den Oberbürgermeister Belit Onay am Galgen vor dem Opernplatz wünsche.
11.02.2026 – 09:00 Uhr
Saal 3030
Aktenzeichen: 244 Cs 157/25
„Deutscher Gruß“ in der JVA
Der 65-Jährige soll im April 2025 beim Betreten des Besuchsraums der Justizvollzugsanstalt Hannover den linken Arm gehoben und eine Abwandlung des sog. „Deutschen Grußes“ geäußert haben.
12.02.2026 – 10:30 Uhr
Saal 2208
Aktenzeichen: 248 Ds 449/25
Wurf mit einem Bierkrug
Im Anschluss an das letztjährige Fußballspiel von Hannover 06 gegen Preußen Münster soll der Angeklagte im Januar 2025 aufgrund einer vorangegangen verbalen Streitigkeit aus einer Entfernung von ein bis zwei Metern einen Bierkrug in Richtung des Kopfes seines Gegenübers geworfen haben. Der Geschädigte konnte diesen Wurf mit seinem Handrücken abwehren und erlitt eine Prellung und ein Hämatom.
17.02.2026 – 09:00 Uhr
Saal 2288
Aktenzeichen: 229 Ds 392/25
Essen mit Betäubungsmitteln
Der Angeklagte soll im Mai 2024 für sich und die spätere Geschädigte gekocht haben. Einen der zubereiteten Teller präparierte der 30-Jährige für sich selbst mit einer Mischung aus Kokain und Procain. Aufgrund der identischen Optik konnte der Angeklagte die Teller nicht mehr unterscheiden, wobei die sodann Geschädigte das Substanzgemisch zu sich genommen haben soll. Sie erlitt dadurch einen Schwäche- und Taubheitsgefühl, Durchgefühle im Unterleib und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
17.02.2026 – 11:00 Uhr
Saal 2288
Aktenzeichen: 229 Ds 423/25
Gefälschte Abnehm-Rezepte
Der 43-jährige und die 36-jährige Angeklagte sollen mit weiteren Mittätern ein Netzwerk bestehend aus Fälschern, Organisatoren und Einlösern aufgebaut haben. Dies zum Zweck um ärztliche Verordnungen für das Medikament Ozempic und andere, den Appetit hemmende Arzneien unter Verwendung von tatsächlich existierenden Arztpraxen mit falschen Patientennamen und Versicherungsnummern gegenüber Apotheken einzulösen. Die Angeklagten sollen dabei über die Echtheit der Verordnung getäuscht haben, sodass die Apotheken den Kaufpreis einer Krankenversicherung in Rechnung stellten, während die Angeklagten die Medikamente gewinnbringend an solche Personen weiterverkauft haben sollen, die keine ärztlichen Verordnungen erhielten, sondern das Medikament lediglich zum Abnehmen nutzten wollten.
19.02.2026 -08:30 Uhr
Saal 3014
Aktenzeichen: 230 Ls 436/25
Falschaussage im Prozess gegen den vor dem Landgericht angeklagten Staatsanwalt
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Osnabrück wirft dem 43-Jährigem vor, im Juni 2025 in der Hauptverhandlung vor dem Landgericht Hannover gegen die dortigen Angeklagten Yashar G. und Armir M. im Rahmen seiner Vernehmung wahrheitswidrig auf den Vorhalt diverser Sprach- und Chatnachrichten zwischen dem Angeklagten und dem gesondert Verfolgten Konstaninos S. ausgesagt zu haben, dass er sich an keine dieser Nachrichten erinnern könne.
20.02.2026 -08:15 Uhr
Saal 2241
Aktenzeichen: 210 Ds 432/25
Zoff auf dem Schnellweg
Der Angeklagte soll als Führer eines Transporters in Hannover Stöcken mehrfach ohne verkehrsbedingten Grund unmittelbar vor dem Fahrzeug der Geschädigten stark abgebremst haben, um diese zu einer starken Bremsung zu veranlassen und zu provozieren.
23.02.2026 – 13:00 Uhr
Saal 3030
Aktenzeichen: 240 Cs 308/25
Transfer eines Crypto-Wallets
Im Januar 2024 soll der mittlerweile inhaftierte 50-jährige Angeklagte die Zugangsdaten seiner damaligen Freundin zu ihrem Crypto-Wallet erlangt haben und ohne ihre Kenntnis einen Gesamtbetrag von ca. 30.000,00€ in unterschiedlichen „Coins“ auf seine Wallet transferiert haben.
25.02.2026 – 08:30 Uhr
Saal 3128
Aktenzeichen: 223 Ls 438/25
Gefährliche Polizeikontrolle
Der 25-Jährige soll im Juni 2025 mit einer deutlichen erhöhten Betäubungsmittelintoxikation (Kokain) von der Polizei in der Augustenstraße kontrolliert worden sein. Plötzlich soll er mit seinem Fahrzeug angefahren sein, sodass sich der kontrollierende Polizeibeamte am Fahrzeug festhielt und versucht haben soll, den Angeklagten zum Anhalten zu bewegen. Der Angeklagte, der vom Tatort fliehen und den Polizeibeamten abschütteln wollte, setzte seine Fahrt mit niedriger Geschwindigkeit fort und soll dabei mehrere Poller, Schilder und Ketten beschädigt haben. Nach einigen Metern soll er sein Fahrzeug in einer Rechtskurve beschleunigt haben, um den Polizeibeamten abzuschütteln, sodass dieser vom Fahrzeug aus auf die Straße stürzte und sich diverse Prellungen und Schwellungen am Körper sowie Schürfwunden am Hinterkopf zuzog.
25.02.2026 – 09:00 Uhr
Saal 2208
Aktenzeichen: 213 Ds 375/25
Häusliche Gewalt II
Die Angeklagte soll am 19.09.2025 während ihr Ex-Mann ihr bei dem Ausfüllen eines Antrags für das Jobcenter half und das Einloggen in das Portal misslang, in Wut dem Geschädigten das Handy aus der Hand gerissen und es anschließend auf den Kopf des Geschädigten geschlagen haben, wodurch eine Platzwunde entstand.26.02.2026 – 09:30 Uhr
Saal 2170
Aktenzeichen: 232 Ds 426/25
Unfall durch E-Bike-Lieferfahrer
Am 01.12.2024 soll der damals 31-Jährige als Auslieferungsfahrer eines Lieferdienstes mit seinem E-Bike den Gehweg der Königstraße entlang gefahren sein. Vom Gehweg soll der Angeklagte unvermittelt und ungebremst zwischen parkenden Fahrzeugen auf den Fahrradstreifen gefahren sein und dort mit einem in Richtung Berliner Allee fahrenden Fahrradfahrer zusammengestoßen sein. Der Geschädigte erlitt hierbei einen Bruch des linken Ellenbogens und eine Kapselsprengung in der linken Schulter. Der Angeklagte soll sodann in Kenntnis des Unfalls die Örtlichkeit verlassen haben.
27.02.2026 – 08:30 Uhr
Sall 3030
Aktenzeichen: 220 Cs 404/25
Zuwiderhandlung gegen Verbote nach dem Vereinsgesetz
Der 42-Jährige soll bei einer Polizeikontrolle im September 2025 vor einer Lokalität in der Scholvinstraße am linken Handgelenk ein goldenes Armband, auf welchem sich ein Totenkopf mit Helm und Flügeln sowie der Schriftzug „Hells Angels MC“ befunden haben soll. Dieser als sog. „geflügelter Deathhead“ der Motorradgruppierung „Hells Angels“ soll sich zudem auf einer Gürtelschnalle befunden haben. Das Kennzeichen der Gruppierung darf im öffentlichen Raum weder getragen noch gezeigt werden, sodass dem Angeklagten das Zuwiderhandeln gegen Verbote nach dem Vereinsgesetz vorgeworfen wird.
Aktenzeichen: 220 Cs 490/25
27.02.2026 – 10:00 Uhr
Saal 3030Ansprechpartner:
| Amtsgericht Hannover | Volgersweg 1 | 30175 Hannover |
| Hannover | |
| Laurin Osterwold | Tel.: 0511 347-2360 | 0176 15347013 |
| Richter am Amtsgericht |
E-Mail: laurin.osterwold@justiz.niedersachsen.de |
Artikel-Informationen
erstellt am:
06.02.2026
Ansprechpartner/in:
Pressesprecher RiAG Laurin Osterwold