Artikel-Informationen
erstellt am:
26.02.2026
Ansprechpartner/in:
Pressesprecher RiAG Laurin Osterwold
In den ersten beiden Märzwochen finden u.a. folgende Hauptverhandlungstermine statt:
Tod am Stellwerk Hannover-Linden (02.03.2026)
Führerschein zum Ausleihen (02.03.2026)
Nachrichten mit einer ausgedachten 13-Jährigen (03.03.2026)
Sexueller Übergriff in Laatzen (03.03.2026)
WEG-Verwalter auf Abwegen (03.03.2026)
Besitz von Kinder- und Jugendpornographie (06.03.2026)
Unterstützung von Straftaten durch die eigene Mutter (06.03.2026)
Angriff in der JVA (09.03.2026)
Tätlicher Angriff auf Polizeibeamte (09.03.2026)
„Darf daddy mehr von deinem Körper sehen“? (10.03.2026)
Verstoß gegen das Umgangsverbot (11.03.2026)
Rennen auf der Vahrenwalder Straße (12.03.2026)
Hinweise:
Die Hauptverhandlungen dienen der Klärung, ob die mit der jeweiligen Anklageschrift bzw. dem jeweiligen Strafbefehl erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht.
Für die angeklagten Personen gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Die Hauptverhandlungstermine wurden teilweise anberaumt, weil gegen die Strafbefehle Einspruch eingelegt wurde (Cs-Aktenzeichen). Die Pressestelle weist darauf hin, dass sofern die Einsprüche zurückgenommen oder beschränkt werden, ggf. eine kurzfristige Terminsaufhebung erfolgen kann. Auch kann es ggf. aus anderen Gründen zu einer Terminsaufhebung/-verschiebung kommen. Bitte beachten Sie daher kurzfristige Änderungen auf der Homepage. (Presseinformationen | Amtsgericht Hannover)Ton- und Filmaufnahmen sind im Amtsgericht grundsätzlich nur nach vorheriger Genehmigung zulässig. Bitte setzen Sie sich deshalb ggfs. frühzeitig mit der Pressestelle in Verbindung
Das angegebene Alter der Angeklagten entspricht dem Stand des heutigen Tages.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tod am Stellwerk Hannover-Linden
Am 08.09.2023 befand sich der 37-jährige Angeklagte als Geselle mit einem Auszubildenen und einer weiteren Person zur Serialisierung von Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik auf den Gleisen am Stellwerk Hannover-Linden. Hierbei sollten die Beteiligten u.a. Barcodes innerhalb der Schaltkästen anbringen. Entgegen den üblichen Vorschriften soll der Angeklagte im Vorfeld der Arbeitsausführung keinen Sicherungsplan aufgestellt haben und stattdessen -so der Anklagevorwurf- aufgrund einer fehlerhaften Gefährdungsbeurteilung die „Selbstsicherung“ angeordnet haben. Hierbei sollte der Anklagte die verkehrenden Züge beobachten und die beiden Mitarbeiter rechtzeitig warnen. Aufgrund der angeordneten „Selbstsicherung“, dem Fehlen eines erforderlichen Sicherheitsraums zwischen den Gleisen und der unterlassenen Sperrung der Gleise soll der 19-jährige Auszubildende von einem Güterzug linksseitig erfasst worden sein. In der Folge verstarb der 19-Jährige.
02.03.2026 - 09:00 Uhr
Saal 3112
Fortsetzungstermine: 16.03.2026 – 09:00 Uhr Saal 3112
25.03.2026 – 09:00 Uhr Saal 2186
Aktenzeichen: 204 Ds 53/24
Führerschein zum Ausleihen
Die Staatsanwaltschaft Hildesheim als zuständige Staatsanwaltschaft zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen beschuldigt den Angeklagten einem gesondert Verfolgten diesem in der Kenntnis, dass dieser nicht über eine Fahrerlaubnis verfügt, seinen eigenen Personalausweis und seinen Führerschein zur dauerhaften Nutzung überlassen zu haben. Dadurch sollte der gesondert Verfolgte diese Dokumente bei Verkehrskontrollen vorzeigen können. Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs des gesondert Verfolgten im April 2025 konnten die Ausweisdokumente hinter der Sonnenblende aufgefunden werden. Zudem soll zuvor ein Leihwagen unter Vorhalt der Dokumente ausgeliehen und weiterhin bei einer Verkehrskontrolle im Dezember 2023 die Dokumente vorgezeigt worden sein.
02.03.2026 – 10:00 Uhr
Saal 3128
Aktenzeichen: 234 Cs 204/25
Nachrichten mit einer ausgedachten 13-Jährigen
Der 25-Jährige soll per Snapchat und WhatsApp mit einem gesondert Verfolgten gechattet haben, wobei sich der gesondert Verfolgte als 14- bzw. 13-jähriges Mädchen ausgegeben haben soll. Der Angeklagte soll dann, in dem Glauben, tatsächlich mit einem Mädchen zu schreiben, zunächst Komplimente und sodann zur Übersendung von Bildern aufgefordert haben. Schließlich übersandte der Angeklagte Bilder seines erigierten Gliedes und verabredete sich zu einem Treffen, bei welchem es zu sexuellen Handlungen kommen sollte.
03.03.2026 – 12:00 Uhr
Saal 2170
Aktenzeichen: 206 Ds 424/25
Sexueller Übergriff in Laatzen
Ende September 2024 soll der nunmehr 45-Jährige als Betreiber einer Lackiererei in Laatzen einer Auszubildene in seinen Büroräumen mitgeteilt haben, dass er mit ihr Geschlechtsverkehr haben möchte. Nachdem die damals 16-Jährige dies verneinte, soll der Angeklagte sie mit seinen Armen umklammert und hochgehoben haben. Zudem soll er sie am Rücken, Gesäß und an ihren Brüsten berührt haben. Nachdem die Zeugin losgelassen wurde und diese gehen wollte, soll der Angeklagte sie erneut zu sich gezogen und am Gesäß berührt haben. Trotz für ihn erkennbaren Widerspruchs soll der Angeklagte sein Unverständnis geäußert haben und nochmals die Zeugin zu körperlichen Interaktionen aufforderte.
03.03.2026 - 09:15 Uhr
Saal 2208
Aktenzeichen: 210 Ls 224/25
WEG-Verwalter auf Abwegen
Der Angeklagte war als Geschäftsführer einer Immobiliengesellschaft durch einen Hausverwaltervertrag mit einer WEG in der Wilhelm-Bluhm-Straße in Hannover-Linden verbunden. Nachdem er seinen Verwalterpflichten nicht nachgekommen sein soll, soll ihm die Berechtigung zur Entnahme der Verwaltungsgebühren von dem WEG-Konto entzogen worden sein. In Kenntnis des Widerrufs dieser Berechtigung entnahm er dennoch zwischen Oktober 2024 und Februar 2025 monatliche Beträge von 214,20€.
03.03.2026 – 10:00 Uhr
Saal 2288
Aktenzeichen: 229 Ds 463/25
Besitz von Kinder- und Jugendpornographie
Bei dem 60-jährigem Angeklagten wurden anlässlich einer Durchsuchung im November 2023 mindestens 892 kinderpornographische und 224 jugendpornographische Bilder aufgefunden, wobei neben dem Posieren in geschlechtsbetonten Posen auch solche darunter waren, die schweren sexuellen Missbrauch abbilden.
06.03.2026 – 09:00 Uhr
Saal 3128
Aktenzeichen: 245 Ds 322/25
Unterstützung von Straftaten durch die eigene Mutter
Zwischen August 2023 und August 2024 soll die Angeklagte ihre Fürsorge- und Erziehungspflicht verletzt haben. Hierbei soll sie s unterlassen haben, dass sie bei ihr bekannten Straftaten ihres 2010 geborenen Sohnes nicht einschritt, es duldete, dass das Kind der Schule fernblieb und durch die positive Bewertung von begangenen Straftaten weitere solche Taten förderte. Zwischen April 2020 und Juni 2024 wurden gegen den Sohn insgesamt 84 polizeiliche Ermittlungsvorgänge eröffnet. Dabei wurden bei Durchsuchungen festgestellt, dass das Kind im Besitz von Schreckschusswaffen, Messern und Macheten war. In diversen Fällen soll die Angeklagte u.a. den Verlust von Diebesgut bedauert, ihren Sohn ihr Fahrzeug fahrenlassen sowie Diebesgut u.a. aus einer Goldschmiede bei sich zuhause verwahrt zu haben.
06.03.2025 – 09:00 Uhr
Saal 2208
Aktenzeichen: 212 Ds 170/25
Angriff in der JVA
Der Angeklagte soll im April 2025 in seinem Haftraum in der JVA Hannover mehrere Papierzettel angezündet und aus seinem Fenster geworfen haben. Zudem soll er ein Stück Stoff angezündet und am Fenstergitter befestigt haben, wodurch es zu Schäden an der Fensterscheibe und dem Fensterrahmen gekommen sein soll. Im Folgenden soll er, nachdem er ein Buttermesser nicht weglegen wollte, mit diesem gegenüber den anwesenden Justizvollzugsbediensteten eine Kampfhaltung angenommen haben. Nach dem Einsatz von Pfefferspray wurde der Haftraum mit Schutzschilden betreten, wobei der Angeklagte mehrfach gegen die Schutzschilder getreten und mit dem Buttermesser in Richtung des Zeugen gestoßen haben soll.
09.03.2026 – 09:00 Uhr
Saal 3030
Aktenzeichen: 240 Ds 310/25
Tätlicher Angriff auf Polizeibeamte
Im Rahmen des Himmelsfieber-Festivals im Mai 2025 kam der Angeklagte die Aufforderung der anwesenden Polizeibeamten, dass Festivalgelände zu verlassen, nicht nach. Bei dem Versuch, den Angeklagten an den Armen zu ergreifen und vom Gelände zu führen, soll der Angeklagte gezielt gegen den Kopf des Polizeikommissars gesprungen und diesen in den „Schwitzkasten“ genommen haben. Den mehrfachen Unterlassungsaufforderungen kam der Angeklagte nicht nach, sodass er erst durch drei weitere Polizeibeamte zu Boden gebracht werden konnte. Bei der anschließenden Fahrt in die zuständige Polizeidienststelle soll der Angeklagte die anwesenden Polizeikommissare beleidigt haben und versucht haben, den Sicherheitsgurt zu lösen.
09.03.2026 – 13:00 Uhr
Saal 3030
240 Ds 333/25
„Darf daddy mehr von deinem Körper sehen“?
Der mittlerweile 39-jährige Doktor soll zunächst zwischen Juli 2022 und März 2023 und sodann zwischen Mai 2023 und August 2023 damals jeweils 12- bis 13-jährigen Zeuginnen über Snapchat geschrieben haben. Hierbei soll er jeweils seinen erigierten Penis den Zeuginnen übersandt haben. Die jeweiligen Chats, in denen sich der Angeklagte selbst mehrfach als „Daddy“ bezeichnete, enthielten überwiegend sexuellen Inhalt, wobei die Zeuginnen ihm u.a. Nacktbilder schickten. Im zweiten Fall soll sich der Angeklagte dabei als 16-Jähriger ausgegeben haben.
10.03.2026 – 14:00 Uhr
Saal 2170
Aktenzeichen: 206 Ds 197/25
Verstoß gegen das Umgangsverbot
Am 15.08.2025 soll der Angeklagte trotz Umgangsverbotes die Grundschule seiner sechsjährigen Tochter in Hannover-Badenstedt aufgesucht haben. Obwohl die Klassenlehrerin ihn darauf hinwies, dass er kein Umgangsrecht habe und seine Tochter nicht abholen dürfe, soll der Angeklagte seine Tochter gegen ihren Willen auf den Arm genommen haben, wobei diese angefangen habe, zu weinen und zu schreien. Der Angeklagte soll das Kind durch den Eingangsbereich zum Schulausgang getragen haben, die dort wartende Kindsmutter bedroht und mit dem Mädchen weggelaufen sein. Schließlich ließ er von dem Kind ab und dieses lief weinend zurück zur Schule.
11.03.2026 - 09:15 Uhr
Saal 2208
213 Ds 374/25
Rennen auf der Vahrenwalder Straße
Die beiden 25- und 46-jährigen Angeklagten sollen am 05.03.2025 mit einem Mercedes und einem Porsche die Vahrenwalder Straße stadteinwärts gefahren sein. Auf der Höhe der Stadtbahnhaltestelle „Alter Flughafen“ beschleunigten die Angeklagten unter Aufheulen der Motoren ihre Fahrzeuge derartig stark, dass sie eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erreichten und mindestens fünf unbeteiligte Fahrzeuge links- und rechtsseitig überholten.
12.03.2026 – 11:00 Uhr
Saal 2145
Aktenzeichen: 226 Ds 382/25
Ansprechpartner:
| Amtsgericht Hannover | Volgersweg 1 | 30175 Hannover |
| - Pressestelle - | |
| Laurin Osterwold | Tel.: 0511 347-2360 | 0176 15347013 |
| Richter am Amtsgericht | E-Mail: laurin.osterwold@justiz.niedersachsen.de |
Artikel-Informationen
erstellt am:
26.02.2026
Ansprechpartner/in:
Pressesprecher RiAG Laurin Osterwold