Artikel-Informationen
erstellt am:
28.05.2026
Ansprechpartner/in:
Pressesprecher RiAG Laurin Osterwold
In den kommenden beiden Wochen finden u.a. folgende Hauptverhandlungstermine statt:
Unversteuerter Zigarettenhandel (01.06.)
Lebensgefährliche Stichverletzung (03.06.)
Angriff mit einem Kettenschloss auf Polizeibeamte (04.06.)
Falsche Verdächtigungen (04.06.)
Geldfälschung (04.06.)
Meineid (04.06.)
Falsche Verdächtigungen (04.06.)
Schläge durch die Fahrertür (08.06.)
Sexuelle Belästigung zum 1. Mai (08.06.)
Unerlaubtes Glücksspiel (08.06.)
Markenplagiate am Steintor (09.06.)
Schüsse in Langenhagen (10.06.)
Kokainhandel im Schichtbetrieb (11.06.)
Untreue am Maschsee (11.06)
Sprengung von einem Zigarettenautomaten (12.06.)
Bitte beachten Sie folgende wichtige personelle Änderung:
Zum 01.06.2026 ändert sich die personelle Zusammensetzung der Presseabteilung.
Herr Richter am Amtsgericht Osterwold verlässt aufgrund einer Abordnung an das Niedersächsische Justizministerium vorübergehend das Amtsgericht Hannover.
Die Nachfolge wird noch gesondert bekanntgegeben. Anfragen richten Sie bitte bis dahin an Herrn Dr. Skeries (0511 347 2207).
Hinweise:
Die Hauptverhandlungen dienen der Klärung, ob die mit der jeweiligen Anklageschrift bzw. dem jeweiligen Strafbefehl erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht.
Für die angeklagten Personen gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Die Hauptverhandlungstermine wurden teilweise anberaumt, weil gegen die Strafbefehle Einspruch eingelegt wurde (Cs-Aktenzeichen).
Die Pressestelle weist darauf hin, dass sofern die Einsprüche zurückgenommen oder beschränkt werden, ggf. eine kurzfristige Terminsaufhebung erfolgen kann. Auch kann es ggf. aus anderen Gründen zu einer Terminsaufhebung/-verschiebung kommen.
Bitte beachten Sie daher kurzfristige Änderungen auf der Homepage oder kontaktieren Sie den Ansprechpartner.
( Presseinformationen | Amtsgericht Hannover )
Ton- und Filmaufnahmen sind im Amtsgericht grundsätzlich nur nach vorheriger Genehmigung zulässig. Bitte setzen Sie sich deshalb ggfs. frühzeitig mit der Pressestelle in Verbindung.
Das angegebene Alter der angeklagten Personen entspricht dem Stand des heutigen Tages.
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Unversteuerter Zigarettenhandel
Zwischen November 2022 und März 2023 soll der Angeklagte in 19 Fällen Zigaretten ohne Steuerzeichen mit dem Ziel geliefert bekommen haben, diese gewerbsmäßig weiterzuverkaufen. Die Zigaretten wurden von unbekannten Tätern vorschriftswidrig und ohne Abführung von Einfuhrabgaben in das Zollgebiet der EU und ohne Abführung der Tabaksteuer in das Bundesgebiet verbracht, was dem Angeklagten angesichts fehlender deutscher Tabaksteuerzeichen und der niedrigen Preise bewusst gewesen sein soll. Insgesamt sollen mehr als 300.000 Zigaretten geliefert und nach Anklagevorwurf auch größtenteils verkauft worden seien. Bei einer Durchsuchung konnten zudem mehr als 66.000 unversteuerte Zigaretten sichergestellt werden.
01.06.2026 – 10:00 Uhr
Saal 3112
Aktenzeichen: 203 Ls 5524 Js 14841/24 /113/24)
Lebensgefährliche Stichverletzung
Am 26.08.2025 soll der Angeklagte am Kantplatz in Hannover unvermittelt im Rahmen einer verbalen Auseinandersetzung mit einem bei sich geführten Kampfmesser gezielt auf den Oberkörper des Zeugen eingestochen haben, wodurch dieser mit akuter Lebensgefahr in die MHH eingeliefert und notoperiert werden musste. Infolge des Stiches erlitt der Zeuge u.a. eine Verletzung des linken Oberlappens (Lunge) und eine Rippenfraktur.
03.06.2026 – 09:00 Uhr
Saal 2145
Aktenzeichen: 220 Ls 2611 Js 98726/25 (73/26)
Angriff mit einem Kettenschloss auf Polizeibeamte
Der 40-jährige Angeklagte soll im Rahmen eines polizeilichen Einsatzes wegen häuslicher Gewalt aggressiv auf die eingesetzten Polizeibeamten zugegangen sein. Hierbei schwang er mehrfach gezielt in deren Richtung ein Fahrradschloss aus Metall. Nach erfolglosem Zureden soll der Angeklagte auf einen Polizeikommissar in Richtung des Kopfes und Oberkörpers zugeschlagen haben, der jedoch ausweichen konnte. In der Folge versuchte er erneut mehrfach die eingesetzten Beamten mit dem Kettenschloss zu schlagen und legte dieses erst unter Vorhalt der Dienstwaffen nieder.
04.06.2026 – 09:00 Uhr
Saal 2173
Aktenzeichen: 252 Ls 2694 Js 125189/25 (432/25)
Geldfälschung
Der Angeklagte soll in den Jahren 2018 und 2019 von den Niederlanden aus Interessenten auf Bestellung gegen Zahlung eines Entgeltes mit Falschgeldnoten beliefert haben. Diese sollen nach Anklagevorwurf per Briefsendung an die jeweils gewünschten Anschriften versandt worden seien. In drei Fällen kamen die Briefe mit Falschgeld nicht an, weil sie im Rahmen von Briefkontrollen durch das Hauptzollamt angehalten wurden.
04.06.2026 – 09:00 Uhr
Saal 2236
Aktenzeichen: 206 Ls 5251 Js 110473/19 (121/25)
Meineid
Die 22-jährige Angeklagte war mit dem mittlerweile rechtskräftig verurteilten damals 23-jährigem Täter liiert, der im Sommer 2023 einen bewaffneten Raubüberfall auf ein hannoversches Juweliergeschäft am Steintor in Auftrag gegeben hat. Hierzu sagte die Angeklagte im Ermittlungsverfahren im Anfang 2023 mehrfach aus und belastete den gesondert Verfolgten erheblich. Aus unbekannt gebliebenen Gründen soll es nicht mehr dem Willen der Angeklagten entsprochen haben, dass ihr ehemaliger Lebensgefährte verurteilt wird. In der Folge soll sie gegenüber der Jugendstrafkammer am 12.09.2024 bewusst wahrheitswidrig angegeben haben, dass die mit dem dortigen Angeklagten verlobt sei und keine Angaben zur Sache machen wolle. Dies soll sie wahrheitswidrig auch am 30.09.2024 wiederholt und das Verlöbnis und die Beziehung beschrieben haben. Anschließend soll sie ihre Angaben eidesstattlich versichert haben. Die Jugendstrafkammer schenkte ihrer Aussage keinen Glauben und verurteilte den dortigen Angeklagten zu acht Jahren Freiheitsstrafe.
04.06.2026 – 10:00 Uhr
Saal 2145
Aktenzeichen: 226 Ls 1962 Js 87336/25 (52/26)
Falsche Verdächtigungen
Der Angeklagte soll als ehemaliger Geschäftsführer einer Firma für Veranstaltungstechnik und Medienproduktion im Juni 2023 Strafantrag gegen die zwischenzeitlichen Geschäftsführerinnen gestellt haben und hierbei wahrheitswidrig behauptet haben, die Zeuginnen hätten unvollständige Angaben gegenüber dem Insolvenzverwalter getätigt und hierdurch das Vermögen der GmbH als auch die Fortführungsperspektive erheblich verringert haben.
04.06.2026 – 13.30 Uhr
Fortsetzungstermin: 09.06.2026 – 14:30 Uhr
Saal 2241 – Fortsetzungstermin: Saal 3030
Aktenzeichen: 231 Cs 5352 Js 5227/24 (14/26)
Schläge durch die Fahrertür
Im August 2022 soll der Angeklagte mit zwei weiteren unbekannten Mittätern zu dem PKW des späteren Geschädigten gegangen sein, welcher sich auf dem Fahrersitz befand. Der Angeklagte soll dem Geschädigten unvermittelt mit der Faust durch die geöffnete Fensterscheibe auf den Brustkorb, den Rücken sowie auf beide Arme geschlagen und ihn mit beiden Händen gewürgt haben. Danach soll einer der Mittäter dem Geschädigten mehrfach mit der Faust ins Gesicht und gegen die Brust geschlagen haben.
08.06.2026 – 13:00 Uhr
Saal 3030
Aktenzeichen: 240 Ds 1372 Js 128578/22 (416/25)
Sexuelle Belästigung zum 1. Mai
Die spätere Geschädigte soll in der Nacht zum 01. Mai 2024 dem Angeklagten angeboten haben, ihn nach Hause zu fahren. Als die beiden an der Anschrift des Angeklagten ankamen, forderte er sie zunächst auf, zu parken, was die Zeugin ablehnte. Sodann soll er sich abgeschnallt haben, sich vom Beifahrersitz über die Zeugin gelehnt haben, ihr zwischen die bekleideten Oberschenkel und oberhalb der Brüste sowie am Hals und im Gesicht berührt haben. Während der Berührungen soll er geäußert haben, dass er sie „geil“ fände und sie gerne „ficken“ wollen würde. Die Geschädigte soll dann Angeklagten wiederholt aufgefordert haben, sie in Ruhe zu lassen und wegzugehen. Gegenüber der mittlerweile erheblich verängstigten Zeugin soll er sie nochmal sexuell berührt haben.
08.06.2026 – 10:15 Uhr
Saal 2186
Aktenzeichen: 214 Ds 8631 Js 82015/24 (42/26)
Unerlaubtes Glücksspiel
Als tatsächlicher Verantwortlicher einer Gesellschaft für deutsch-türkische Freundschaft soll der Angeklagte ohne Erlaubnis in den Vereinsräumen in Wunstorf vier sog. Fungame-Automaten und drei Fungame-Tischgeräte aufgestellt haben. Hierbei sollen die Geräte eine Gewinn- und Verlustmöglichkeit mit nachträglich eingebauter Elektronik und Schlössern aufgewiesen haben. So sollen Höchstverluste von bis zu 2.400,00€ die Stunde möglich gewesen sein. Insgesamt sollen so zwischen Juni 2023 und November 2025 mehr als eine halbe Million Euro eingeworfen sein.
08.06.2026 – 13:00 Uhr
Saal 3112
Aktenzeichen: 224 Ds 5572 Js 18351/25 (22/26)
Markenplagiate am Steintor
Der Angeklagte war Inhaber eines Handyshops in der Kurt-Schumacher-Straße. Ende August 2023 soll der Angeklagte originale Apple Produkte verkauft haben, obwohl es sich um Markenplagiate gehandelt haben soll. Bei einer Durchsuchung im März 2024 wurden diverse gefälschte Apple-Produkte sowie weitere Markenplagiate sichergestellt.
09.06.2026 – 10:30 Uhr
Saal 2241
Aktenzeichen: 216 Ds 5622 Js 149850/23 (135/25)
Schüsse in Langenhagen
Der 23-jährige Angeklagte soll im Juli 2025 in Langenhagen unter Vorhalt einer geladenen RAM Langwaffe aus dem Haus gestürmt sein und in Richtung eines Zeugen gefeuert haben, der sich in einer verbalen Auseinandersetzung mit der Mutter des Angeklagten befunden habe. Nachdem ihn seine Mutter zum Ablegen der Waffe bewegen konnte, soll der Angeklagte einen Teleskopschlagstock gezogen haben.
10.06.2026 – 11:00 Uhr
Saal 2292
Aktenzeichen: 215 Cs 2611 Js 124000/25 (238/25)
Kokainhandel im Schichtbetrieb
Der Angeklagte soll sich einer Tätergruppierung angeschlossen haben, deren Arbeitsfelder im „Straßenhandel“ und „Betrieb eines Kokain-Taxis“ anzusiedeln sind. Die Anklage legt dabei dezidiert dar, wie der Kokainhandel von der Planung, Koordination und Durchführung betrieben wurde. Der Angeklagte soll dabei in dem wie einem Unternehmen geführten Netzwerk mit Schichtbetrieb die Rolle des sog. „Läufers“ eingenommen haben. Der Angeklagte soll dabei in sieben Fällen zwischen September und Oktober 2023 im Stadtgebiet von Hannover als Läufer diverse Kokain-Konsumeinheiten verkauft haben.
11.06.2026 – 10:00 Uhr
Saal 2170
Aktenzeichen: 232 Ls 6031 Js 113219/24 (80/26)
Untreue am Maschsee
Der Angeklagte war im Zeitraum Januar bis März 2025 in einem Fitnessstudio in Hannover´s Südstadt beschäftigt und war dort u.a. für die Vertragsabschlüsse zuständig. In der Folge soll er Mitgliedsbeiträge von insgesamt mehr als 24.000,00€, die der Holding zustanden, auf sein privates Konto überweisen lassen oder diese sich bar aushändigen haben lassen.
11.06.2026 – 11:30 Uhr
Saal 2292
Aktenzeichen: 233 Ds 9444 Js 54274/25 (93/25)
12.06.2026 – 09:00 Uhr
Saal 2186
Aktenzeichen: 244 Ls 3272 Js 9665/26 (86/26)
Ansprechpartner:
| Amtsgericht Hannover | Volgersweg 1 | 30175 Hannover |
| - Pressestelle | Tel.: 0511 347-2360 | 0176 15347013 |
| Laurin Osterwold | E-Mail: laurin.osterwold@justiz.niedersachsen.de |
| Richter am Amtsgericht | Website: www.amtsgericht-hannover.niedersachsen.de |
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erstellt am:
28.05.2026
Ansprechpartner/in:
Pressesprecher RiAG Laurin Osterwold