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Klage auf Unterlassung von Kurzzeit-Untervermietung

Zivilsache

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

Richterin am Amtsgericht Dagmar Frost

am 17.10.2019 um 12:45 Uhr in Saal 2143

eine Klage auf Unterlassung der Untervermietung einer Wohnung.

Die Klägerin ist eine Wohnungs-Eigentümer-Gemeinschaft (WEG), die Beklagte sind Mitglieder der WEG und Eigentümer einer 80 m² großen Wohnung im 4. Stock der Liegenschaft.

Durch den WEG-Vertrag ist die gewerbliche Nutzung der Wohnungen ausgeschlossen worden. Die Beklagten bieten die Wohnung unter anderem über die Plattform AirBnB zur kurzzeitigen Miete an.

Die Kläger behaupten, die Beklagten würden die Wohnung ausschließlich gewerblich nutzen und dort selbst nicht mehr wohnen. Die Wohnung könne entsprechend den Inseraten der

Beklagten mit bis zu 12 Personen gebucht werden. Hierdurch käme es zu Überbelegung der Wohnung. Zudem würden die Beklagten Tierhaltung gestatten, obwohl dies nach der Hausordnung ausgeschlossen sei. Die Kläger behaupten, durch die Kurzzeit-Untervermietung würde der Hausfrieden erheblich gestört. Die Gäste würden Lärm verursachen, zudem Partys feiern und ihren Müll (insbesondere Glasflaschen) im Treppenhaus hinterlassen.

Die Beklagten bestreiten, die Wohnung gewerblich zu nutzen. Sie bestreiten, dass durch die Gäste der Hausfrieden beeinträchtigt sei. Die Gäste würden darauf hingewiesen werden, dass Partys nicht erlaubt seien. Im Bedarfsfall würden die Beklagten intervenieren. Die Beklagten meinen, die Nutzung der Wohnung durch die Gäste bewege sich im Rahmen der zulässigen Wohnnutzung.

Az: 481 C 4798/19

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover,

catharina.erps@justiz.niedersachsen.de, Tel: 0511/3 47-22 77; 0176/15 34 70 04

Artikel-Informationen

01.10.2019

Ansprechpartner/in:
Pressesprecherin Ri`in AG Dr. Catharina Erps

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